In drei Schritten zum Open-Source-Prototypen
Du bewirbst dich: Beschreibe uns im Bewerbungsformular deine Idee und was du damit erreichen möchtest. Wir prüfen Machbarkeit und Kapazitäten und melden uns persönlich bei dir.
Wir entwickeln gemeinsam: Passt die Idee ins KI-Reallabor, bauen unsere Entwickler:innen einen Prototyp unter deiner Begleitung. Alle Tests finden ohne Cloud-Abhängigkeit in unserer lokalen Umgebung statt.
Alle profitieren: Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie veröffentlichen wir in unserem GitHub Repository als Open-Source-Projekt – zugänglich für dich und die gesamte Medienbranche.
FAQ: Wie eine Machbarkeitsstudie im KI-Reallabor entsteht
Für wen ist das Reallabor geeignet?
Das Reallabor richtet sich an bayerische Medienunternehmen und Medienschaffende mit einer konkreten Idee, die sie in der Praxis erproben möchten. Dazu zählen lokale und regionale Zeitungen, Online-Medien, Rundfunkanbieter und Verlage. Technisches Vorwissen ist kein Kriterium: Wer eine sinnvolle Fragestellung mitbringt, kann mitmachen. Nicht geeignet ist das Reallabor für rein kommerzielle Entwicklungsprojekte ohne journalistischen oder medialen Bezug.
Nach welchen Kriterien werden die Projekte ausgewählt?
Die Auswahl hängt im Wesentlichen von drei Kriterien ab. Erstens die Problemrelevanz: Wie viele Medienhäuser könnten von der Lösung profitieren, innerhalb einer Branche oder sogar darüber hinaus? Zweitens das Innovationspotenzial: Hebt sich der vorgeschlagene Ansatz von bekannten Standardlösungen ab? Drittens die technische Machbarkeit: Lässt sich die Idee mit heute verfügbaren KI-Technologien und im Rahmen der Reallabor-Kapazitäten sinnvoll umsetzen?
Bewerbungen aus kleinen und mittleren Medienhäusern haben bei gleicher Eignung Vorrang. Gleiches gilt für Einreichungen aus Medienbereichen oder bayerischen Regionen, die im bisherigen Portfolio weniger vertreten sind.
Was ist eine Machbarkeitsstudie?
Generell prüfen wir im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die technische Umsetzbarkeit der eingereichten Idee sowie ihre juristischen Implikationen. Dabei geht es auch um die Frage, welche KI-Modelle und welche KI-Infrastruktur benötigt werden, um die Idee umzusetzen. Was nicht im Fokus steht: produktionsreife Software, vollständige UI-Entwicklung oder Kostenkalkulationen.
Das Angebot ist kostenfrei, aber was muss ich selbst einbringen?
Das Reallabor ist kostenlos, aber nicht aufwandsfrei. Du bringst die Idee, den inhaltlichen Kontext und Zugang zu deinen Abläufen mit. Das KI.M übernimmt die technische Umsetzung und die Entwicklung des Prototyps. Der Eigenaufwand ist bewusst gering gehalten, damit auch kleinere Redaktionen ohne eigene IT-Abteilung teilnehmen können. Grundvoraussetzung für eine Teilnahme ist dein Einverständnis, dass die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie öffentlich geteilt werden.
Was passiert mit meinen Redaktionsdaten und Inhalten?
Alle Projekte werden On-Premise durchgeführt. Deine Daten verlassen unsere eigene Infrastruktur nicht. Es werden keine Inhalte, Nutzerdaten oder internen Abläufe an Cloud-Dienste oder Dritte weitergegeben. Das ist eine bewusste Entscheidung des KI.M, damit auch Medienhäuser mit sensiblen Inhalten oder strengen Datenschutzanforderungen unbesorgt teilnehmen können.
Wie lange dauert ein Projekt?
Das ist von der jeweiligen Projektidee abhängig. Nach einer kurzen Prüfungsphase folgt ein Auftaktgespräch, in dem wir die Fragestellung gemeinsam schärfen. Im Anschluss an die Entwicklungsphase veröffentlichen wir den Prototypen und die dazugehörige Dokumentation für alle Medienschaffende zugänglich auf GitHub. Im Regelfall dauert ein Projekt zwischen vier und zwölf Wochen.
Was bekomme ich am Ende und was nicht?
Am Ende des Projekts steht ein funktionierender Prototyp und eine Dokumentation, die zeigt, was die KI-Anwendung kann und wo ihre Grenzen liegen. Was das KI-Reallabor nicht liefert: eine fertige, produktionsreife Software. Das Ziel ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Ob und wie du weiter in KI investierst, liegt danach bei dir.
Was passiert, wenn meine Bewerbung nicht angenommen wird?
Wir können aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht jede Idee im KI-Reallabor verfolgen. Wir prüfen jeden Vorschlag und verweisen, sofern möglich, auch auf bestehende Lösungen. Deine Bewerbungsunterlagen werden nach der Einreichung bis zu einem Jahr gespeichert.
Ansprechpartner:in

Marius Grubel
Projektmanagement KI-Reallabor
Marius Grubel ist KI-Entwickler und verantwortet das KI-Reallabor. Nach beruflichen Stationen in der Automobilindustrie bringt der Absolvent des Studiengangs AI Engineering of Autonomous Systems (THI) seine Expertise in die Medienwelt ein, um dort den Austausch zu KI-Themen und -Prozessen zu fördern.