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Wie wir mit KI arbeiten

Das KI-Kompetenzzentrum Medien (KI.M) nutzt für die Erstellung der Inhalte dieser Website Künstliche Intelligenz. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den sinnvollen und möglichst nachhaltigen Einsatz von KI-Technologien zu fördern. Voraussetzung dafür ist, dass wir auch nach außen erklären, wie wir selbst KI einsetzen und was unsere Gedanken und Begründungen dafür sind.

An welchen Stellen kommt KI zum Einsatz?

Im Laufe unserer Arbeit haben sich zwei Stellen im Content-Entwicklungsprozess herausgebildet, an denen wir KI einsetzen.

KI-Einsatz bei der Textproduktion

Bei der überwiegenden Mehrzahl unserer Texte wurde ein Sprachmodell unterstützend eingesetzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie genau das passiert:

  • Für die Recherche im Entwurf-Stadium. Insbesondere dann, wenn es um grundlegende Themen geht, die bereits gut in der Forschungsliteratur aufbereitet wurden, nutzen wir KI, um blinde Flecken und mögliche Lücken im Text frühzeitig aufzudecken. Jede Person in unserem Expertenteam bringt einen eigenen Erfahrungshorizont mit. Um eine möglichst große Anschlussfähigkeit unserer Arbeit zu ermöglichen, nutzen wir KI, um sie genauer auf Medienschaffende zu zuschneiden.
  • Für den ersten redaktionellen Schliff. Das KI.M hat einen klaren redaktionellen Standard, der sich auch auf die Schreibweise bestimmter Begrifflichkeiten erstreckt. Eine manuelle Prüfung dieser Richtlinien ist ein zeitintensiver Schritt, der bei der Bearbeitung durch einen Menschen fehleranfällig ist. Zur Entlastung unserer Redaktionsarbeit wird ein Text deshalb durch ein Sprachmodell anhand unserer Guidelines angepasst. Die sprachliche Schlussredaktion übernimmt stets unser Kommunikationsteam.

Die konkrete inhaltliche Überprüfung obliegt unserem Expertenteam. Wer als Autor:in eines Textes genannt wird, verantwortet auch die fachliche Korrektheit eines Textes. Wir geben deshalb transparent an, aus wessen Feder ein Text stammt. Haben mehrere Autor:innen mitgewirkt, geben wir auch das an.

Für die Erstellung von Alt-Texten bei Bildern verwenden wir ein Sprachmodell. Wir nutzen KI an dieser Stelle, um möglichst vielen Menschen unabhängig von körperlichen Einschränkungen den Zugang zu unserer Arbeit zu ermöglichen.

KI-Einsatz bei der Bebilderung von Artikeln

Das KI.M verwendet und erstellt keine Deepfakes. Jedes Bild, das wir im Rahmen unserer Kommunikationsarbeit verwenden und das eine fotorealistische Anmutung hat, ist ein reales Foto, das eine menschliche Fotograf:in gemacht hat. Auch an dieser Stelle markieren wir klar, wer genau ein Foto angefertigt hat und hinterlegen diese Informationen auch in den Metadaten der Bilder.

KI kommt nur zum Einsatz, wenn es sich um eine Illustration handelt – und zwar als ein Schritt von vielen in einem längeren Prozess, der sich nicht auf einen einzelnen Prompt reduzieren lässt. Eine typische Illustration eines KI.M-Artikels durchläuft folgende Stufen:

  • Schritt 1: Generierung eines Referenzbildes in einem KI-System. KI ist ein komplexes Thema. Uns geht es darum, diese Komplexität visuell in einer Metapher aufzubereiten und eine zweite Ebene neben dem eigentlichen Text zu finden, um die sprachliche Hülle greifbar zu machen. Generische Stock-Fotos erfüllen diesen Anspruch nicht.
  • Schritt 2: Übersetzung in eine Vektorillustration und Farbkorrektur. Das Referenzbild wird dann in einem Grafikprogramm unter Verwendung eines generativen Modells in eine Vektorillustration übersetzt. Im Anschluss bearbeiten wir diese Vektoren manuell so lange, bis das Bild die kommunikative Idee transportiert, die hinter einem Text steht. Die Vektoren ermöglichen die Skalierbarkeit der Grafik für unterschiedliche Kontexte und erlauben uns eine präzise Farbkorrektur.
  • Schritt 3: Dithering-Prozess. Wir verwenden Ordered Dithering mit einem Bayer-Algorithmus, um die Illustrationen im Sinne einer einheitlichen Markendarstellung zu vereinheitlichen. Dieser Prozess erfolgt direkt auf unserer Website. Die Originale sind deshalb sichtbar, wenn man sie herunterlädt und verdeutlichen den gestalterischen Prozess, der hinter einer Illustration steckt. 

Warum arbeiten wir so?

Wir vertreten die Auffassung, dass KI eine Zukunftstechnologie ist. Generative Technologien werden zunehmend zum Alltag und bereits heute ist es so, dass sie unsichtbar an vielen Stellen mitwirken: ob als Web-Suche oder nur als Autokorrektur. Es ist nicht immer möglich und sinnvoll, jeden Einsatz von KI einzeln zu dokumentieren.

Zeitgleich verstehen wir unsere Arbeit als mögliches Vorbild. Wir versuchen, mit Dokumenten wie diesem transparent voranzugehen und Medienschaffende zu ermutigen, ebenfalls transparent mit dem Einsatz von KI umzugehen. KI ist für uns ein Werkzeug, und wer es verwendet, sollte wissen, warum. Dafür braucht es praktische Erfahrung. Insbesondere für uns als KI-Kompetenzzentrum ist das zentral. 

Wenn du Fragen zu unserer Verwendung von KI hast, kannst du dich jederzeit per E-Mail an uns wenden. Wir beantworten zeitnah alle Fragen zu unserem Redaktions- und Illustrationsprozess.

Stand: 2. August 2026

Ansprechpartner:in

Felix Rieger

Event und Kommunikation

Felix Rieger verantwortet die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit beim KI-Kompetenzzentrum Medien (KI.M). Er hinterfragt das Zusammenspiel von generativen Technologien und medialen Rezeptions- und Produktionsprozessen und sucht nach Antworten darauf, wie eine reflektierte, nachhaltige KI-Nutzung in den Medien aussehen kann.